"Stadtentwicklung"
In Cuicuilco (am Periferico, in der Nähe des Perisur) bestand ab etwa 700 v.Ch. eine einflussreiche Siedlung. Mit 2 Ausbrüchen des Xitle (etwa 200 nach Chr.) wurden die Anbau- und Wohnflächen bei Cuicuilco unter Lava begraben (bis zu 6m).
Die Einwohner von Cuicuilco gingen eventuell nach Teotihuacan, einer bis dahin unbedeutenden Siedlung und bauten diese zu der derzeit grössten Siedlung auf der Erde aus. Das Reich von Teotihuacán existierte etwa zeitgleich zu dem römischen Reich (600 v Ch. - 600 n Ch.), und ging nach seinem höchsten Stand ohne heute bekannte Gründe zu Grunde.
Überlebende gründeten nun mit ihrem Wissen eventuell das nächste grosse Machtzentrum, die Stadt Tula. Hier lebten die Tolteken. Tula erreichte nicht die Grösse von Teotihuacán und wurde etwa 1200 n Chr. von den Azteken zerstört.
Die Azteken gründeten schliesslich das nächste grosse mesoamerikanische Reich, dessen Haupstadt Tenochtitlan (das heutige Mexiko Stadt) 1320 gegründet wurde.
Wie entstanden die ersten Priester und Könige?
Die ersten Menschen waren vermutlich auschliesslich damit beschäftigt, Nahrung zu suchen und eine gesicherte Bleibe zu organisieren. Es könnte nun besonders aufmerksame Menschen gegeben haben, die zum Beispiel Wetterbeobachtungen machten und ein drohendes Unwetter vorhersagen konnten. Trat ihre Prohezeiung nun ein, so gewannen diese Personen an Wichtigkeit für ihre Gruppen und erhielten einen besonderen Status. Dieser Status verlieh ihnen auch Macht über andere Personen. Um ihre Macht zu zementieren und zu erhalten institutionalisierte man nun vieleicht Sonderstellungen einzelner Menschen: es entstand der Schamane, Priester, König, ....
Wie kam es zu Menschenopfern bei den Azteken?
Auch die Azteken machten sich schon damals Gedanken über ihre Umwelt, insbesondere auch darüber, dass die Sonne am nächsten Tag wieder aufgehen sollte. Die Sonne ging jeden Tag unter und musste während der ganzen Nacht darum kämpfen, wieder aufgehen zu können. Vom blutigen Kampf der Nacht zeugt ja manchmal ein Morgenrot. Um den Sonnengott zu stärken, wollte man ihm das Wichtigste, was man als Mensch hat, nämlich sein Leben in Form des Herzens schenken.
Wie könnte das Ballspiel entstanden sein?
Das Ballspiel ist als ein zermonielles Ereignis anzusehen, also nicht als ein sportliches. Ein fliegender Ball beschreibt in seiner Bahnkurve in etwa den Verlauf der Sonne während eines Tages. Ausserdem sollte die Sonne möglichst nicht untergehen, also entsprechend der Ball die Erde möglichst nicht berühren.
Auf der Reforma: Standbild von Cuatemoc.
Das Pendel zeigt die Erdbewegungen in der Kathedrale.
Das Besondere: die Indianerin hat das Gesicht der berühmten Malerin Frida Kahlo, welche die Ehefrau des Malers Diego Riviera ist (welcher ja dieses Bild malte). Die Umworbene wird von verschieden interessierten Männern umringt, welche ihr jeweils einen Preis anbieten; jeder, was er nach seinem Stand geben kann. Unter den Werbern befindet sich auch ein Aztekenhäuptling, der als Preis einen abgetrennten Arm anbietet (?!).
Der Templo Major (Haupttempel von Tenochtitlan) wurde 1976 zufällig (!!!) bei Bauarbeiten gefunden. Das auf ihm stehende Haus wurde nicht mehr wiederaufgebaut, bzw. restlos abgerissen. So kann man heute die Reste des Templo Major inmitten der Innenstadt sehen. Erstaunlich ist, dass die obere Fläche des Templo Major etwa 5-6 m höher liegt, als die Grundfläche, auf der die nebenstehenden Häuser stehen. Man fragt sich, warum man nichts von dem Templo Major vorher bemerkt hatte, denn schliesslich hätte er bis zu 6m in das darüber stehende haus hineinragen müssen. Des Rätsels Lösung: Nachdem das Haus abgetragen wurde, drückten die umliegenden Gebäude den nunmehr nicht mehr beschwerten Templo Major nach oben, wobei sie selber etwas nach unten versanken. Dieser Vorgang ist ein weiterer sichtbarer Beweis daür, dass Mexiko Stadt auf dem weichen nachgebenden Boden eines ehemaligen Sees liegt.
Tagesablauf:
9.00-11.30: Führungen (Templo Mayor, Präsidentenpalast, Kathedrale
11.30 - 12-45: Freizeit
13.00 - 13.40: Fahrt zum Antropologischen Museum
13.40 - 15.30: Führung mit einer 10-Minutenpause
15.30- 16.45: Freizeit
16.55-17.55: Rückfahrt zur Schule
Besondere Vorkommnisse: Eine leichte Fußverletzung, ein starkes Halsweh, 2 "Übelkeiten"
von Wg
Auch dieser Tag begann für mich mit einem freundlichen, aber bestimmten Wake-Up. Ohne Zeit, mich davon zu erholen, nahm ich meine Fahrt zur Schule in dem vieleicht ältesten Schulbus Mexikos auf. Bald schon fand ich mich im nächsten Schulbus wieder, auf dem Weg ins etwa 20 km entfernte Stadtzentrum auf. Dort verbrachten wir einige Stunden bei einigen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, wie dem prächtigen Präsidentenpalast, der mächtigen Ruine des Templo Mayor und der "schiefen" Kathedrale.
Anschließend machten wir uns auf den langen Weg in das antropologische Museum. Hier lernten wir viel über die frühe mexikanische Geschichte und hatten mehr als genügend Zeit, interessante, archäologische Fundstücke zu bewundern. Einen besonderen Dank hier an unsere Führerin Laura, die uns die Ausstellung anschaulich und ausführlich erklärt und nähergebracht hat.
Von Leon