Mittwoch, 30. September 2009

Vorletzter Schultag!

Heute sind wir wieder in die Schule gegangen, was für die meisten um fünf Uhr aufstehen bedeutet, da die Schule ja schon um zehn nach sieben anfängt.
Im Spanischunterricht für die Anfänger haben wir Berufe und Nationalitäten gelernt. Die Lehrerin hat während des ganzen Unterrichts fast nur auf Spanisch geredet, was anfangs sehr ungewohnt war, letztendlich aber sehr viel gebracht hat.
Der Sportunterricht läuft hier teilweise ziemlich vielfältig ab: Sprinten, Weitsprung, Langstreckenlauf, Frisbee... und das alles in einer Stunde!
Die Lehrer sind hier fast alle sehr streng und ermahnen die Schüler oft. Es wird aber auch von Stunden berichtet, in denen so gut wie kein Unterricht stattfindet und in denen die Lehrer vergeblich versuchen, die Klasse unter Kontrolle zu kriegen. Alle Fächer außer Spanisch, Musik, Politik und Ethik finden auf Deutsch statt. Nur die Schüler untereinander sprechen Spanisch.

Ich (Paula) habe heute an einer Deutschstunde teilgenommen. Die Schüler hatten als Hausaufgabe auf eine Buchvorstellung zu machen. Sie mussten am Anfang ihren Namen auf einen kleinen Zettel schreiben und dann ist die Lehrerin herumgekommen und hat kontrolliert, ob jeder wirklich seinen eigenen Namen hingeschrieben hatte, damit niemand schummelt. Die Zettel wurden eingesammelt und dann mussten die deutschen Schüler nacheinander je einen ziehen und diese Leute sind dann mit der Vorstellung an diesem Tag dran gekommen. Von fünf Schülern hatten drei die Hausaufgabe nicht gemacht, doch die Lehrerin ließ weder die Entschuldigung von einer Mutter noch persönliche Ausreden gelten; diese Schüler mussten dann unvorbereitet vor die Klasse treten. Die zwei, die das Buch mithatten, sprachen allerdings nicht sehr frei, sondern lasen es entweder vom Computerbildschirm oder von ihrem Zettel ab. Die Lehrerin war alles in allem sehr streng und ermahnte mehrmals quatschende Schüler.
Ich (Sina) habe hingegen an einer Physikstunde teilgenommen. Als allererstes teilte die fließend deutschsprechende Lehrern die kontrollierten Mappen aus, die allerdings sehr anders aussahen als unsere. Danach bearbeiteten wir ein Arbeitsblatt, welche das Thema Kraft behandelte. Das hatten wir schon vor einem Jahr gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr laut war und die Lehrerin sich gar nicht durchsetzen konnte, obwohl sie sogar wärend der Stunde einen Schüler vor die Tür setzte.
Alles in allem haben wir den Eindruck, dass der Unterricht hier sehr anders abläuft, allerdings die gleichen Themen gemacht werden.
von Paula und Sina

Dienstag, 29. September 2009

Kultur pur

Der Aztekenstein



Tenochtitlan (Mexiko 1320)


"Stadtentwicklung"
In Cuicuilco (am Periferico, in der Nähe des Perisur) bestand ab etwa 700 v.Ch. eine einflussreiche Siedlung. Mit 2 Ausbrüchen des Xitle (etwa 200 nach Chr.) wurden die Anbau- und Wohnflächen bei Cuicuilco unter Lava begraben (bis zu 6m).

Die Einwohner von Cuicuilco gingen eventuell nach Teotihuacan, einer bis dahin unbedeutenden Siedlung und bauten diese zu der derzeit grössten Siedlung auf der Erde aus. Das Reich von Teotihuacán existierte etwa zeitgleich zu dem römischen Reich (600 v Ch. - 600 n Ch.), und ging nach seinem höchsten Stand ohne heute bekannte Gründe zu Grunde.

Überlebende gründeten nun mit ihrem Wissen eventuell das nächste grosse Machtzentrum, die Stadt Tula. Hier lebten die Tolteken. Tula erreichte nicht die Grösse von Teotihuacán und wurde etwa 1200 n Chr. von den Azteken zerstört.

Die Azteken gründeten schliesslich das nächste grosse mesoamerikanische Reich, dessen Haupstadt Tenochtitlan (das heutige Mexiko Stadt) 1320 gegründet wurde.


???


Wir hören Laura zu!

Wie entstanden die ersten Priester und Könige?
Die ersten Menschen waren vermutlich auschliesslich damit beschäftigt, Nahrung zu suchen und eine gesicherte Bleibe zu organisieren. Es könnte nun besonders aufmerksame Menschen gegeben haben, die zum Beispiel Wetterbeobachtungen machten und ein drohendes Unwetter vorhersagen konnten. Trat ihre Prohezeiung nun ein, so gewannen diese Personen an Wichtigkeit für ihre Gruppen und erhielten einen besonderen Status. Dieser Status verlieh ihnen auch Macht über andere Personen. Um ihre Macht zu zementieren und zu erhalten institutionalisierte man nun vieleicht Sonderstellungen einzelner Menschen: es entstand der Schamane, Priester, König, ....

Wie kam es zu Menschenopfern bei den Azteken?
Auch die Azteken machten sich schon damals Gedanken über ihre Umwelt, insbesondere auch darüber, dass die Sonne am nächsten Tag wieder aufgehen sollte. Die Sonne ging jeden Tag unter und musste während der ganzen Nacht darum kämpfen, wieder aufgehen zu können. Vom blutigen Kampf der Nacht zeugt ja manchmal ein Morgenrot. Um den Sonnengott zu stärken, wollte man ihm das Wichtigste, was man als Mensch hat, nämlich sein Leben in Form des Herzens schenken.

Wie könnte das Ballspiel entstanden sein?
Das Ballspiel ist als ein zermonielles Ereignis anzusehen, also nicht als ein sportliches. Ein fliegender Ball beschreibt in seiner Bahnkurve in etwa den Verlauf der Sonne während eines Tages. Ausserdem sollte die Sonne möglichst nicht untergehen, also entsprechend der Ball die Erde möglichst nicht berühren.


Ein bärtiger Mann!

Impressionen über Tula


Teotihuacan


Vor dem weltberühmten Antropologischen Museum



Auf der Reforma: Standbild von Cuatemoc.


Auf der Reforma: Standbild von Columbus.

vor Bellas Artes


Das Pendel zeigt die Erdbewegungen in der Kathedrale.


Im Präsidentenpalast


Umwerbung einer Indianerin.
Das Besondere: die Indianerin hat das Gesicht der berühmten Malerin Frida Kahlo, welche die Ehefrau des Malers Diego Riviera ist (welcher ja dieses Bild malte). Die Umworbene wird von verschieden interessierten Männern umringt, welche ihr jeweils einen Preis anbieten; jeder, was er nach seinem Stand geben kann. Unter den Werbern befindet sich auch ein Aztekenhäuptling, der als Preis einen abgetrennten Arm anbietet (?!).



Restaurierung der Murales von Diego Riviera.


Auf dem Zocalo.


Laura gibt Informationen zum Templo Mayor.
Der Templo Major (Haupttempel von Tenochtitlan) wurde 1976 zufällig (!!!) bei Bauarbeiten gefunden. Das auf ihm stehende Haus wurde nicht mehr wiederaufgebaut, bzw. restlos abgerissen. So kann man heute die Reste des Templo Major inmitten der Innenstadt sehen. Erstaunlich ist, dass die obere Fläche des Templo Major etwa 5-6 m höher liegt, als die Grundfläche, auf der die nebenstehenden Häuser stehen. Man fragt sich, warum man nichts von dem Templo Major vorher bemerkt hatte, denn schliesslich hätte er bis zu 6m in das darüber stehende haus hineinragen müssen. Des Rätsels Lösung: Nachdem das Haus abgetragen wurde, drückten die umliegenden Gebäude den nunmehr nicht mehr beschwerten Templo Major nach oben, wobei sie selber etwas nach unten versanken. Dieser Vorgang ist ein weiterer sichtbarer Beweis daür, dass Mexiko Stadt auf dem weichen nachgebenden Boden eines ehemaligen Sees liegt.


Wir kommen am Zocalo an.

Tagesablauf:
7.50 - 9.00: Fahrt mit dem Schulbus ins Zentrum
9.00-11.30: Führungen (Templo Mayor, Präsidentenpalast, Kathedrale
11.30 - 12-45: Freizeit
13.00 - 13.40: Fahrt zum Antropologischen Museum
13.40 - 15.30: Führung mit einer 10-Minutenpause
15.30- 16.45: Freizeit
16.55-17.55: Rückfahrt zur Schule
Besondere Vorkommnisse: Eine leichte Fußverletzung, ein starkes Halsweh, 2 "Übelkeiten"
von Wg

Auch dieser Tag begann für mich mit einem freundlichen, aber bestimmten Wake-Up. Ohne Zeit, mich davon zu erholen, nahm ich meine Fahrt zur Schule in dem vieleicht ältesten Schulbus Mexikos auf. Bald schon fand ich mich im nächsten Schulbus wieder, auf dem Weg ins etwa 20 km entfernte Stadtzentrum auf. Dort verbrachten wir einige Stunden bei einigen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, wie dem prächtigen Präsidentenpalast, der mächtigen Ruine des Templo Mayor und der "schiefen" Kathedrale.
Anschließend machten wir uns auf den langen Weg in das antropologische Museum. Hier lernten wir viel über die frühe mexikanische Geschichte und hatten mehr als genügend Zeit, interessante, archäologische Fundstücke zu bewundern. Einen besonderen Dank hier an unsere Führerin Laura, die uns die Ausstellung anschaulich und ausführlich erklärt und nähergebracht hat.
Von Leon

Montag, 28. September 2009

Offizieller Empfang und viel Arbeit


Fahnenparade in der "Ceremonia"

Nach einem erholsamen und viel zu kurzem Wochenende holte uns der Alltag um 5 Uhr morgens wieder ein. Nach einer holprigen Fahrt durch die engen Strassen (wir haben hier kein SZ=)) Mexiko Citys wurden früh am Morgen unsere Spanischkenntnisse im Bereich Verben und Zahlen erneut erfolgreich aufgefrischt.
Anschliessend begaben wir uns in einen Klassenraum, indem wir unseren ersten Eindruck über Mexiko schriftlich kundtun durften.
Nachdem wir dies mehr oder weniger gründlich erledigt hatten, gingen wir auf den Schulhof, wo
wir im Rahmen der jeden Montag stattfindenden "Ceremonia" offiziell begrüsst wurden. Alle Schüler versammelten sich zur Fahnenparade auf dem Schulhof. Dann wurden die Nationalhymnen Mexikos und Deutschlands gesungen. Hierbei war viel Diszplin gefragt.
Danach besuchte jeder planmässig den Unterricht. Hierbei machte ich im Chemieunterricht eine besondere Erfahrung: In meiner Klasse verwandelte sich der Chemieunterricht zunehmend in Deutschunterricht. Ich hatte das fragliche Glück in einer Klasse gelandet zu sein, die erst seit kurzem die Sprache "Deutsch" lernt. So erwies ich mich natürlich als grosse Hilfe.
Nun sitzen wir in der Bibliothek und freuen uns auf das Essen in der Caféteria.
Also wünscht uns einen guten Appetit!

von Leon und Lina

Sonntag, 27. September 2009

Aktivitäten in den Familien / Ausflüge

Die Silberstadt Taxco

Am Samstag waren wir in Taxco. Auf den Straßen waren viele Kinder, die Sachen verkauft haben. Neben dem Auto sind kleine Jungen hergelaufen und wollten uns in die Stadt führen. Taxco ist berühmt als Silberstadt und in jedem Laden gab es fast nur Silber. Auf der Fahrt dorthin sind wir auf schmalen Straßen gefahren, die total kaputt waren.
von Frauke






Silberschmuck aus Taxco.




Die folgenden Bilder stammen von meiner Wanderung auf den Ajusco (3960m), ein alter Vulkan im Randgebirge von Mexiko Stadt.

Mexiko Stadt im Nebel vom Pico del Aguila (3960m)














Anfahrt zum Ajusco: Verkehr schon am frühen Morgen.

von P.Weigang







Samstag, 26. September 2009

Familienwochenende


Mexikostadt im Dauerregen: überflutete Straßen, hochgedrückte Gullideckel, ...
Nähere Informationen ab Montag.

Freitag, 25. September 2009

Unser 1.Schultag

Um 7.00 waren bereits alle auf dem Schulhof versammelt. Nun gabes folgende Programmpunkte:
- Schulführung
- Begrüßung vom Schulleiter Herrn Hille und der mexikanischen Direktorin Frau Plarre
- Einführung in den Gebrauch der Computer in der Bibliothek
- Schreiben von Mails
- Spanischunterricht Anfänger und Unterrichtsbesuch Restgruppe (4/5 Std.)
- Spanischunterricht Fortgeschrittene, Unterricht Restgrupe (6/7)
Den Nachmittag verbringen wir mit den Familien. Was da passierte erfahren wir am Montag.

Handynummern Betreuer

Frau Laue (MK): (044)5516770856
aus Deutschland: 0052 1 5516770856
aus Deutschland mit Billigvorwahl: 01056 0052 1 5516770856
aus Mexiko Stadt: 044 5516770856

Herr Weigang (KB):(045)9991914747
aus Deutschland: 0052 1 9991914747
aus Deutschland mit Billigvorwahl: 01056 0052 1 9991914747
aus Mexiko Stadt: 045 9991914747

Frau Brüggemann (CA): (044)5532086735
aus Mexiko Stadt: 044 5532086735