Heute waren wir in einem Dorf namens San Juan Chamula. Dieses Dorf ist ein besonderes, weil hier Mayariten und christliche Gebräuche vermischt sind. Außerdem lebt man in diesem Dorf nach sehr eigenen Glaubenssätzen fast autark gegenüber der Umwelt. Victor, unserer Führer, hat probiert uns diese besonderen Verhältnisse näher zu bringen. Für uns war es nicht vorstellbar, in Hütten mit Lehmfußböden zu leben, auf Schilfmatten zu schlafen und Schaafe zu verehren, was aber auch niemand verlangte.
Vor allem aber hat uns der Friedhof überrascht, der mit Plastikflaschen und - blumen übersäht war. Blumen aus Plastik werden immer häufiger verwendet, da sie länger halten. Die Kreuze auf den kargen Gräbern hatten je nach Alter des Verstorbenen unterschiedliche Farben.
Schwarz: alt (ab 40 Jahren) (Durchschnittsalter im Dorf etwa 45)
blau: mittelalt
weiß: Kinder
Die Möglichkeit, die besondere Kirche zu besichtigen blieb allerdings aus, da auf dem davorliegendem Marktplatz und Kirchenhof ein Fest zu Ehren des Schutzpatrons gegeben wurde. das größte Problem war aber die Lautstärke des "Feuerwerks" (es hat die ganze Zeit nur ziemlich laut geknallt). Es war so laut, dass wir einfach früher zum Bus zurückgegangen sind.
Im Hotel angekommen, sind wir auf den Indiomarkt im Zentrum von San Christobal gegangen. Viele von uns haben hier schöne Sachen erstanden.
Um 18.00 haben wir Patricks Geburtstag auf mexikanisch gefeiert. Mit verbundenen Augen schlugen Patrick und andere mit einem Stab auf eine Pinata ein, die an einem Seil hing und hin- und herbewegt wurde.
Heute geht es wieder einmal früher ins Bett (10.30), da wir morgen früh wegfahren wollen: um 6 Uhr im Bus, um 5.30 die Koffer unten am Bus.
Als dann, Adiós.